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Die Reise sollte diesmal eigentlich direkt nach Indien gehen. Während meiner Reiseplanung
schrieb mich Bhante Punnaratana an und lud mich nach Sri Lanka ein. Kurzfristig habe ich noch
umgeplant, Flüge umgebucht und bin zunächst nach Colombo geflogen.


Von Bhante und seinen Helfern (Duminda und Chamara) wurde ich von Beginn an so herzlich
aufgenommen und umsorgt, dass ich diese Woche als absolute Auszeit erlebt habe. Neben
Ruhephasen und Gelegenheit zu Spaziergängen waren Besuche bei Freunden und Bekannten
geplant, sodass die Zeit wie im Flug vergangen ist. Wenn wir nicht zum Essen eingeladen waren,
haben die Helfer immer wieder leckere Spezialitäten bereitet oder beschafft und mit frischen
Kokosnüssen, Mangos, Ananas und Bananen fürs leibliche Wohl gesorgt. Es war eine
unbeschreiblich schöne Woche, für die ich noch heute tiefe Dankbarkeit fühle.


Nun aber auch ein paar Eindrücke von den Besuchen, die wir im Rahmen des Karuna-Vereins
unternommen haben:


Beim Besuch von Bhante Pangakiththi in Polgahawela gab es die Gelegenheit den alten Tempel
mit besonders schönen Statuen und Bildern zu besichtigen. Anschließend wurden wir mit üppigen
Sri Lankischen Speisen verwöhnt. Nachmittags ging es weiter zum Tempel von Bhante
Gnanaratana in Kurunegala. Hier in der Nordwestprovinz, wie im Hochland, im Kandy District und
in vielen weiteren Landesteilen hatte der Zyklon „Ditwah“ Ende November 2025 mit
unvorstellbaren Regenfällen heftigste Überschwemmungen und Erdrutsche verursacht. Über 100
Menschen waren ums Leben gekommen, mehr als 100.000 haben ihr Zuhause verloren und
20.000 Häuser wurden zerstört.


Auf unseren Fahrten konnten wir einen kleinen Teil des Ausmaßes der Zerstörung sehen, denn an
vielen Hängen hatten Erdrutsche ihre Spuren hinterlassen, Autostraßen und Häuser weggerissen,
und Bäche und Flussbetten waren gezeichnet von mitgerissenen entwurzelten Bäumen,
zerstörten Brücken und Geröll.


Wenn es auch nur ein „kleiner Tropfen auf den heißen Stein“ war, so hatten die Bhantes für die
ca. 50 Kinder der Sonntagsschule in Kurunegala ein Geschenk vorbereitet. Sie bekamen je ein
Paket mit Schulmaterial überreicht. Es war schön in so viele freudig offene Kinderaugen sehen zu
dürfen, die sich noch ehrlich über ein solches Geschenk freuen können.


Statt die Nacht in einem Hotel zu verbringen, wurden wir eingeladen im Tempel zu nächtigen, wo
ich ein schön ausgestattetes Gästezimmer beziehen und die Nacht in der ruhigen Naturlandschaft
genießen durfte.


Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Kandy District, wo wir schon in der Nonnenschule in
Gampola erwartet wurden. Es war wunderschön zu sehen, wie das Engagement von Karuna e.V.
dort zu einer positiven Entwicklung geführt hat. Im Jahr 2020 hatte ich die beengten Verhältnisse
dort erlebt. Jetzt ist der Neubau fertiggestellt und die ca. 65 jungen Novizinnen haben viel mehr
Möglichkeiten. Im Neubau befinden sich im Erdgeschoss verschiedene Räume zum Unterricht,
eine kleine Bibliothek, ein Computerraum sowie Sanitäreinrichtungen. Im Obergeschoss ist eine
große Halle für vielfältige Veranstaltungen. Die Schulleiterin zeigte uns ihre beeindruckende
„Einsatzplanung“ und es ist für mich kein Wunder, dass immer wieder Schülerinnen dort für ihre
Leistungen ausgezeichnet werden. Alles macht einen sehr professionellen Eindruck.
Für eine Nacht ging es zurück nach Yakkala wo es Gelegenheit für eine gemeinsame Puja mit
Bhante Deegala gab. Am nächsten Tag starteten wir per Express-Bus zu Bhantes befreundetem
Yoga-Lehrer in Mirissa, wo die nächsten drei Tage mit „Familienanschluss“ unter Freunden zur
Entspannung dienten.


Mir bleibt nur noch einmal von ganzem Herzen DANKE zu sagen, für all die wunderbaren
Erlebnisse.

Meine Reise nach Sri Lanka führte mich vom 20. November bis zum 13. Dezember 2025 in ein
Land voller spiritueller Tiefe, großer Herzlichkeit und Gastfreundschaft und zugleich großer
Herausforderungen. Ich durfte diese Reise gemeinsam mit dem Ehrwürdigen Bhante Dr. Rathmale
Puññaratana unternehmen.


Zu Beginn hielt ich mich im Kloster von Bhante Puññaratana in Yakkala auf. Dort leben mehrere
Mönche, und ich war in den ersten Tagen dort untergebracht. Ich kam ein Zimmer, das während der
Ausflüge sozusagen mein Basislager blieb. Vom Flughafen wurde ich vom Ehrwürdigen Bhante
Sirinanda sowie dem Fahrer des Klosters, Duminda, abgeholt. Geduldig warteten beide über zwei
Stunden, da mein Gepäck nicht ankam und ich am Abfertigungsschalter warten musste. Schon auf
dem Weg ins Kloster durfte ich ein ursprüngliches singhalesisches Essen genießen – ein erster
Eindruck von der Kultur des Landes.


Nach einigen Tagen brach ich allein nach Kandy auf. Ich fuhr mit dem Zug 2. Klasse und konnte so
direkt mit den Einheimischen reisen. In der Umgebung besuchte ich das Udawatta Kele
Schutzgebiet, einen kleinen, noch erhaltenen Regenwald mit wunderschönen Wanderwegen.
Inmitten dieses Waldes befindet sich auch ein deutscher Tempel, in dem früher bekannte deutsche
Mönche gelebt haben. Dieser Ort strahlte eine besondere Ruhe und Geschichtsträchtigkeit aus und
führte zu ersten Begegnungen mit der in einem Dschungel heimischen Flora und Fauna. Zurück
nach Yakkala ging es mit einem Linienbus, was wiederum eine interessante Erfahrung war.


Der nächste Abschnitt meiner Reise führte mich für neun Tage in das Mithrigala Nissarana Vanaya,
ein abgelegenes Waldkloster mitten in einem anderen Regenwald. Dort lebte ich direkt mit den
Waldmönchen zusammen und erhielt sehr wertvolle und tiefgehende Instruktionen zur Meditation.
Neben mir hielten sich zwei weitere Ausländer und einige singhalesische Laien dort auf. Diese Zeit
war besonders prägend und intensiv. Der Tagesablauf mit einer Reihe von Meditationssessions, die
Almosenrunde mit den Mönchen, die Verhaltensweisen der Mönche, die Tiere und Pflanzen des
Dschungels, die Rituale und die Gespräche mit den Mönchen – all dies war ein wahrliches Erlebnis.
Anschließend kehrte ich wieder nach Yakkala zurück und besuchte in der Umgebung ein
wunderschönes Felsenkloster, wo mir ein Mönch eine persönliche Führung gab.


Kurz darauf reiste ich gemeinsam mit Bhante Puññaratana, dem jungen Mönch Vipassi, dem Fahrer
Duminda, sowie einem weiteren jungen Helfer des Klosters nach Polonnaruwa.
Bhante Puññaratana leitet den gemeinnützigen Verein Karuna Samadhi e.V., der sich für
Bildungsprojekte von Kindern in ländlichen Gegenden Sri Lankas einsetzt und für weitere
Hilfsprojekte.


Noch vor der Weiterreise nach Polonnaruwa fand ein Patenkindertreffen in Yakkala statt. Etwa 30
Patenkinder waren anwesend, alle unterstützt durch deutsche Paten, koordiniert durch den Karuna
Samadhi e.V. Sie hatten gerade Ferien und brachten ihre Zeugnisse mit. Vor Ort erhielten sie ihre
finanzielle Unterstützung sowie buddhistische Segnungen durch die Mönche. Auch ich wurde
vorgestellt, und das Treffen war ein prägendes Erlebnis.


In der Nähe von Polonnaruwa fand ein weiteres Patenkindertreffen statt, in einem Gebäude, das
dem Verein gehört. Dort lernte ich unter anderem mein eigenes Patenkind Himanshi zum ersten Mal
persönlich kennen. Ich traf ihre Mutter, besuchte die Familie zu Hause und übernachtete bei einer
Tante von Himanshi. Ich hielt eine kleine Rede und brachte meine große Dankbarkeit für die

außergewöhnliche Gastfreundschaft und Offenheit der Menschen in Sri Lanka zum Ausdruck.
Während meines Aufenthalts wurde Sri Lanka von einem schweren Zyklon getroffen, der massive
Überschwemmungen verursachte. Viele Menschen verloren ihr Leben, ihr Zuhause oder ihre
Lebensgrundlage, ihre Reisfelder oder das Vieh. Bhante Puññaratana organisierte umgehend Hilfe.
In Polonnaruwa konnten wir Hilfspakete an schwangere Frauen übergeben, gefüllt mit dem
Nötigsten für die erste Zeit und etwas finanzieller Unterstützung. Die Not war groß, und obwohl
nicht allen geholfen werden konnte, zeigte sich Bhante unermüdlich in seinem Einsatz.
Ein weiteres wichtiges Thema war die Trinkwasserversorgung. In vielen Dörfern ist das Wasser
durch den Reisanbau mit Arsen belastet. Bhante Puññaratana spendete einen Wasserfilter für einen
dörflichen Tempel. Ein zukünftiges Projekt des Vereins ist der Bau größerer Wasserfilteranlagen,
die ganze Dörfer mit sauberem Trinkwasser versorgen sollen.


Danach besuchten wir für eineinhalb Tage ein wunderschönes Meditationszentrum auf einem Berg,
am Rand des Regenwaldes von Mithrigala gelegen. Der Empfang durch den Abt war äußerst
freundlich. Ich wohnte dort in einer abgelegenen Hütte, einer sogenannten Kuti, und hatte viel
Raum für Meditation und Gehmeditation. Dieser Aufenthalt war sehr herzlich, ich hatte die
Gelegenheit mit den dort lebenden Mönchen, Nonnen und Laien ins Gespräch zu kommen.
Anschließend reisten wir in den Süden Sri Lankas nach Galle, eine touristisch geprägte Hafenstadt.
Dort waren wir bei einer Bekannten von Bhante Puññaratana untergebracht, die ebenfalls
abwechselnd in Hamburg lebt. Das Haus lag nicht weit vom Strand entfernt, war wunderschön mit
einem großen Garten und von großer Gastfreundschaft geprägt – inklusive hervorragender lokaler
Küche. Auch im Süden gibt es eine Niederlassung von Karuna Samadhi e.V. Der leitende Mönch
dort, der Abt, war mir bereits von einer früheren Begegnung in Yakkala bekannt.
Zurück in Yakkala besuchte ich noch ein weiteres beeindruckendes Felsenkloster in der Nähe, das
hoch oben am Rand eines Berges erbaut ist und eine atemberaubende Aussicht bietet. Ein dort
lebende junger Mönch war erstaunt, dass ich als Westler praktizierender Buddhist bin und unterhielt
sich lange mit mir.


Mit dem Ende dieser Etappen neigte sich meine Reise dem Abschluss zu. Als ich von Yakkala aus
zum Flughafen aufbrach, reiste Bhante Puññaratana weiter nach Kandy, um dort ein weiteres
Patenkindertreffen zu organisieren und seine unermüdliche Arbeit fortzusetzen.
Diese Reise war für mich eine tief berührende Erfahrung, eine Abenteuerreise – geprägt von
Spiritualität, Mitgefühl, Begegnungen und der Erkenntnis, wie viel durch engagierte Menschen und
gemeinschaftliches Handeln bewegt werden kann. Besonderes beeindruckend war die Erfahrung,
dass sehr arme Familien etwas für die durch die Überschwemmungen geschädigten Landsleute
spendeten, obwohl sie selbst nicht viel besaßen.

Wir haben den folgenden Brief eines Patenmädchens vom Bhante Punnarathana als Dankesbrief erhalten, zusammen mit dem Foto mit dem Erlaubnis auf die Homepage veröffentlichen.

„My name is Amandi Sandeepika Gunawardhane (P91). I got the scholarship from Karuna Samadhi Organisation since I was 7 years old and now I am 24 years old.

I am writing with a heart fully of gratitude to sincerely thank you "karuna samadhi organization" for the incredibly valuable support you have given me throughout my educational journey.
I am proud to share that I have successfully completed my BSC in abbal Business Management at Northumbria University, Newcastle. In addition, I completed the Advance Level in Accounting and Finance at LSBf Singapore Campus. currently I am pursuing my Master by Research in Business and Management at the University of Wolverhampton in UK.
None of these achievements would have been possible without your continuous support, guidance and belief in me since my childhood.
Karuna samadhi organization did not only support my education financially, but also gave me hope, confidence, and the motivation to dream big and work hard toward my goals.
Thank you once again for standing behind me at every stage of my journey. I hope to make you proud in the future, to give back to society in the same way your organization has helped me.

Thank you again and again for everything.

Liebe Pateneltern, liebe Freunde und Unterstützer des Karuna-Samadhi Vereins,

gerne wollen wir Ihnen mit diesem Patenbrief einige Informationen über unsere aktuelle Arbeit
geben.

Bei den jährlichen Patenkindertreffen hat Bhante die Kinder im November an sechs Orten
getroffen und ihnen ihren monatlichen Unterstützungsbetrag gegeben.
In einigen Orten hat auch ein Pate aus Deutschland an diesen Treffen teilgenommen. Auch
konnten einige Nierenkranke, über die wir Sie bereits informiert hatten, an den Treffen in der
Nord-Zentral-Provinz teilhaben. Dank großer Spenden von unseren Unterstützern konnten wir für
zwei Schulen, zwei Kindergärten und drei Familien, insgesamt sieben Filteranlagen, spenden. Der
aus Deutschland angereiste Pate, der bei diesen Treffen dabei war, hat dies gesehen und hatte die
Idee, den gesamten Dorfbewohnern gesundes Wasser zu spenden. Darüber haben wir uns viele
Gedanken gemacht und viel Mühe investiert. Wir haben eine kompetente Firma gefunden, die für
ca. 250 Familien in der Gegend von Mahadamana eine große Filteranlage bauen kann und die
Bewohner eines gesamten Dorfes mit gesundem Wasser versorgen wird. Mit der Umsetzung
haben wir bereits begonnen.


Wie wir in unserem letzten Brief erwähnt haben, ereignete sich in Sri Lanka eine Naturkatastrophe
mit Erdrutschen und Hochwasser. Wir freuen uns über die vielen wertvollen Spenden, die wir
erhalten haben. Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnten wir mit diesen Spenden Schulkindern in drei
Schulen Schulmaterial schenken, zwei Schulen mit Computern ausstatten und Sportmaterial
spenden. In der Zentral-Provinz und Nord-Zentral-Provinz konnten wir beim Bau von zwei Häusern
unterstützen. Auch konnten wir Frauen, insbesondere schwangeren Frauen, Geschenkpakete und
finanzielle Unterstützung geben sowie einige Familien mit Lebensmitteln unterstützen.
Wie wir angedacht und geplant haben, war uns nicht nur wichtig, materielle Unterstützung zu
geben, sondern betroffene Menschen auch beim seelischen Aufbau zu begleiten. Wir haben
sowohl Workshops mit Musik und Gesang als auch spirituelle Zeremonien entsprechend der
jeweiligen Religionen durchgeführt, nicht nur buddhistische, sondern auch christliche,
hinduistische und muslimische, um den Menschen wieder Kraft zu geben. Gerne wollen wir die
große Dankbarkeit von diesen Menschen mit Ihnen teilen.
Bhante bleibt bis Ende März in Sri Lanka. Seit November kamen, wie bereits berichtet, zwei Paten
aus Deutschland, Unterstützer des Karuna Samadhi e.V., und haben sich an den Hilfsaktionen
beteiligt. Wenn Jemand eigenständig nach Sri Lanka fliegen und uns helfen kann, so gibt es immer
noch die Möglichkeit dazu.


Wir danken Ihnen herzlich für die treue und großzügige Unterstützung sowie Ihr Vertrauen. Wir
wünschen allen in der Welt viel Glück, Frieden und Gesundheit und alles Gute für das Neue Jahr.

Herzliche Grüße
Mit Metta
Bhante Punnaratana und das Karuna-Team

Liebe Pateneltern, liebe Freunde und Unterstützer des Karuna-Samadhi Vereins,

zur Advents- und Weihnachtsszeit grüßen wir Sie herzlich und wünschen Ihnen für das Neue
Jahr viel Glück, Gesundheit und alles Gute.
Gerne wollen wir Ihnen mit diesem Patenbrief für Ihre Unterstützung im Jahr 2025 herzlich
danken.

Bhante ist bereits gut in Sri Lanka angekommen und organisiert die Patenkindertreffen mit,
welche noch in diesem Jahr stattfinden werden. Gerne möchten wir den Kindern auch in
diesem Jahr ein Geschenk oder einen Gutschein als Weihnachtsgeschenk überreichen. Wer
sich daran beteiligen möchte, kann eine Sonderspende von 9,00 € auf unser Bankkonto bis
zum 20.12.25 tätigen: Karuna Samadhi e.V. IBAN: DE 18 1001 0010 0464 686100
Verwendungszweck: „Weihnachts- Neujahrsgeschenk”.

Bhante Punnaratana wird bis Ende März in Sri Lanka sein. Wenn jemand von Ihnen in dieser
Zeit in Sri Lanka sein wird und das Patenkind besuchen möchte oder etwas zur Ruhe kommen
möchte, zum Beispiel mit Meditation, dann unterstützt Bhante und das Karuna Team Sie sehr
gerne dabei.

Wir danken Ihnen herzlich für die treue und großzügige Unterstützung sowie Ihr Vertrauen.
Wir wünschen allen in der Welt viel Glück, Frieden und Gesundheit und alles Gute für das
Neue Jahr.

Herzliche Grüße
Mit Metta
Bhante Punnaratana und das Karuna-Team