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Meine Reise nach Sri Lanka führte mich vom 20. November bis zum 13. Dezember 2025 in ein
Land voller spiritueller Tiefe, großer Herzlichkeit und Gastfreundschaft und zugleich großer
Herausforderungen. Ich durfte diese Reise gemeinsam mit dem Ehrwürdigen Bhante Dr. Rathmale
Puññaratana unternehmen.


Zu Beginn hielt ich mich im Kloster von Bhante Puññaratana in Yakkala auf. Dort leben mehrere
Mönche, und ich war in den ersten Tagen dort untergebracht. Ich kam ein Zimmer, das während der
Ausflüge sozusagen mein Basislager blieb. Vom Flughafen wurde ich vom Ehrwürdigen Bhante
Sirinanda sowie dem Fahrer des Klosters, Duminda, abgeholt. Geduldig warteten beide über zwei
Stunden, da mein Gepäck nicht ankam und ich am Abfertigungsschalter warten musste. Schon auf
dem Weg ins Kloster durfte ich ein ursprüngliches singhalesisches Essen genießen – ein erster
Eindruck von der Kultur des Landes.


Nach einigen Tagen brach ich allein nach Kandy auf. Ich fuhr mit dem Zug 2. Klasse und konnte so
direkt mit den Einheimischen reisen. In der Umgebung besuchte ich das Udawatta Kele
Schutzgebiet, einen kleinen, noch erhaltenen Regenwald mit wunderschönen Wanderwegen.
Inmitten dieses Waldes befindet sich auch ein deutscher Tempel, in dem früher bekannte deutsche
Mönche gelebt haben. Dieser Ort strahlte eine besondere Ruhe und Geschichtsträchtigkeit aus und
führte zu ersten Begegnungen mit der in einem Dschungel heimischen Flora und Fauna. Zurück
nach Yakkala ging es mit einem Linienbus, was wiederum eine interessante Erfahrung war.


Der nächste Abschnitt meiner Reise führte mich für neun Tage in das Mithrigala Nissarana Vanaya,
ein abgelegenes Waldkloster mitten in einem anderen Regenwald. Dort lebte ich direkt mit den
Waldmönchen zusammen und erhielt sehr wertvolle und tiefgehende Instruktionen zur Meditation.
Neben mir hielten sich zwei weitere Ausländer und einige singhalesische Laien dort auf. Diese Zeit
war besonders prägend und intensiv. Der Tagesablauf mit einer Reihe von Meditationssessions, die
Almosenrunde mit den Mönchen, die Verhaltensweisen der Mönche, die Tiere und Pflanzen des
Dschungels, die Rituale und die Gespräche mit den Mönchen – all dies war ein wahrliches Erlebnis.
Anschließend kehrte ich wieder nach Yakkala zurück und besuchte in der Umgebung ein
wunderschönes Felsenkloster, wo mir ein Mönch eine persönliche Führung gab.


Kurz darauf reiste ich gemeinsam mit Bhante Puññaratana, dem jungen Mönch Vipassi, dem Fahrer
Duminda, sowie einem weiteren jungen Helfer des Klosters nach Polonnaruwa.
Bhante Puññaratana leitet den gemeinnützigen Verein Karuna Samadhi e.V., der sich für
Bildungsprojekte von Kindern in ländlichen Gegenden Sri Lankas einsetzt und für weitere
Hilfsprojekte.


Noch vor der Weiterreise nach Polonnaruwa fand ein Patenkindertreffen in Yakkala statt. Etwa 30
Patenkinder waren anwesend, alle unterstützt durch deutsche Paten, koordiniert durch den Karuna
Samadhi e.V. Sie hatten gerade Ferien und brachten ihre Zeugnisse mit. Vor Ort erhielten sie ihre
finanzielle Unterstützung sowie buddhistische Segnungen durch die Mönche. Auch ich wurde
vorgestellt, und das Treffen war ein prägendes Erlebnis.


In der Nähe von Polonnaruwa fand ein weiteres Patenkindertreffen statt, in einem Gebäude, das
dem Verein gehört. Dort lernte ich unter anderem mein eigenes Patenkind Himanshi zum ersten Mal
persönlich kennen. Ich traf ihre Mutter, besuchte die Familie zu Hause und übernachtete bei einer
Tante von Himanshi. Ich hielt eine kleine Rede und brachte meine große Dankbarkeit für die

außergewöhnliche Gastfreundschaft und Offenheit der Menschen in Sri Lanka zum Ausdruck.
Während meines Aufenthalts wurde Sri Lanka von einem schweren Zyklon getroffen, der massive
Überschwemmungen verursachte. Viele Menschen verloren ihr Leben, ihr Zuhause oder ihre
Lebensgrundlage, ihre Reisfelder oder das Vieh. Bhante Puññaratana organisierte umgehend Hilfe.
In Polonnaruwa konnten wir Hilfspakete an schwangere Frauen übergeben, gefüllt mit dem
Nötigsten für die erste Zeit und etwas finanzieller Unterstützung. Die Not war groß, und obwohl
nicht allen geholfen werden konnte, zeigte sich Bhante unermüdlich in seinem Einsatz.
Ein weiteres wichtiges Thema war die Trinkwasserversorgung. In vielen Dörfern ist das Wasser
durch den Reisanbau mit Arsen belastet. Bhante Puññaratana spendete einen Wasserfilter für einen
dörflichen Tempel. Ein zukünftiges Projekt des Vereins ist der Bau größerer Wasserfilteranlagen,
die ganze Dörfer mit sauberem Trinkwasser versorgen sollen.


Danach besuchten wir für eineinhalb Tage ein wunderschönes Meditationszentrum auf einem Berg,
am Rand des Regenwaldes von Mithrigala gelegen. Der Empfang durch den Abt war äußerst
freundlich. Ich wohnte dort in einer abgelegenen Hütte, einer sogenannten Kuti, und hatte viel
Raum für Meditation und Gehmeditation. Dieser Aufenthalt war sehr herzlich, ich hatte die
Gelegenheit mit den dort lebenden Mönchen, Nonnen und Laien ins Gespräch zu kommen.
Anschließend reisten wir in den Süden Sri Lankas nach Galle, eine touristisch geprägte Hafenstadt.
Dort waren wir bei einer Bekannten von Bhante Puññaratana untergebracht, die ebenfalls
abwechselnd in Hamburg lebt. Das Haus lag nicht weit vom Strand entfernt, war wunderschön mit
einem großen Garten und von großer Gastfreundschaft geprägt – inklusive hervorragender lokaler
Küche. Auch im Süden gibt es eine Niederlassung von Karuna Samadhi e.V. Der leitende Mönch
dort, der Abt, war mir bereits von einer früheren Begegnung in Yakkala bekannt.
Zurück in Yakkala besuchte ich noch ein weiteres beeindruckendes Felsenkloster in der Nähe, das
hoch oben am Rand eines Berges erbaut ist und eine atemberaubende Aussicht bietet. Ein dort
lebende junger Mönch war erstaunt, dass ich als Westler praktizierender Buddhist bin und unterhielt
sich lange mit mir.


Mit dem Ende dieser Etappen neigte sich meine Reise dem Abschluss zu. Als ich von Yakkala aus
zum Flughafen aufbrach, reiste Bhante Puññaratana weiter nach Kandy, um dort ein weiteres
Patenkindertreffen zu organisieren und seine unermüdliche Arbeit fortzusetzen.
Diese Reise war für mich eine tief berührende Erfahrung, eine Abenteuerreise – geprägt von
Spiritualität, Mitgefühl, Begegnungen und der Erkenntnis, wie viel durch engagierte Menschen und
gemeinschaftliches Handeln bewegt werden kann. Besonderes beeindruckend war die Erfahrung,
dass sehr arme Familien etwas für die durch die Überschwemmungen geschädigten Landsleute
spendeten, obwohl sie selbst nicht viel besaßen.

Liebe Pateneltern, liebe Freunde und Unterstützer des Karuna-Samadhi Vereins,

zur Advents- und Weihnachtsszeit grüßen wir Sie herzlich und wünschen Ihnen für das Neue
Jahr viel Glück, Gesundheit und alles Gute.
Gerne wollen wir Ihnen mit diesem Patenbrief für Ihre Unterstützung im Jahr 2025 herzlich
danken.

Bhante ist bereits gut in Sri Lanka angekommen und organisiert die Patenkindertreffen mit,
welche noch in diesem Jahr stattfinden werden. Gerne möchten wir den Kindern auch in
diesem Jahr ein Geschenk oder einen Gutschein als Weihnachtsgeschenk überreichen. Wer
sich daran beteiligen möchte, kann eine Sonderspende von 9,00 € auf unser Bankkonto bis
zum 20.12.25 tätigen: Karuna Samadhi e.V. IBAN: DE 18 1001 0010 0464 686100
Verwendungszweck: „Weihnachts- Neujahrsgeschenk”.

Bhante Punnaratana wird bis Ende März in Sri Lanka sein. Wenn jemand von Ihnen in dieser
Zeit in Sri Lanka sein wird und das Patenkind besuchen möchte oder etwas zur Ruhe kommen
möchte, zum Beispiel mit Meditation, dann unterstützt Bhante und das Karuna Team Sie sehr
gerne dabei.

Wir danken Ihnen herzlich für die treue und großzügige Unterstützung sowie Ihr Vertrauen.
Wir wünschen allen in der Welt viel Glück, Frieden und Gesundheit und alles Gute für das
Neue Jahr.

Herzliche Grüße
Mit Metta
Bhante Punnaratana und das Karuna-Team

Liebe Pateneltern, liebe Freunde und Unterstützer des Karuna-Samadhi Vereins,


wir grüßen Sie herzlich zur Frühlingszeit und denken, dass Sie Ihre Feiertage gut verbracht haben.
Wir haben im April die Patenkinder wieder getroffen. Bei dieser Gelegenheit haben wir auch alle Briefe,
kleine Geschenke sowie sämtliche Sonderspenden an die Patenkinder übergeben. Im April feiern die Sri
Lankaner ihre Neujahrsfeier, weshalb die Schulkinder zwei Wochen Schulferien hatten. Im Mai werden die
Kinder anlässlich eines großen religiösen Festes (Vesakh) erneut eine Woche Schulferien haben, um mehr
über den Buddhismus zu erfahren und praktizieren zu können. Einige Patenkinder haben Vesakh Grußkarten gebastelt, diese werden wir Ihnen/Euch bald zusenden. Für das Landwirtschaftsprojekt, das wir
vor zwei Jahren begonnen haben, haben wir wieder Sonderspenden erhalten, wodurch wir erneut Familien von Patenkindern unterstützen konnten. Das Projekt ist eine gute Lösung, um den heutigen
wirtschaftlichen Problemen in Sri Lanka zu begegnen.


Seit langem unterstützen wir die Nonnenschule in Gampola – vielleicht erinnern Sie sich, dass wir die
Nonnenschule beim Bau eines Gebäudes unterstützt haben. Dieses Gebäude konnte in der Folgezeit
weitergebaut werden, und die erste Etage ist nun fertiggestellt. Anfang April haben Bhante und einige
Mitarbeiter die Einweihungszeremonie organisiert; den Nonnen wurde an diesem Tag ein Mittagessen
sowie ein Geschenkepaket gespendet. Gerne geben wir den großen Dank der Äbtissin, der Lehrerrinnen
und der Novizinnen an Sie/Euch weiter. Wir freuen uns, die Bildung der Nonnen in Sri Lanka unterstützen
zu können.


Die Novizenschule in Hingurakgoda, die wir langjährig unterstützen, wurde aufgrund ihrer guten Noten
durch das Bildungsministerium auf die Stufe eines Gymnasiums erhoben. Im Moment fehlt ihr ein Gebäude, weswegen sie mit dem Bau begonnen haben. Wenn Sie die Novizenschüler unterstützen, werden die entsprechenden Spenden auch für den Bau verwendet. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Spenden ausschließlich für den Bau verwendet werden; sie finden auch Verwendung für die Finanzierung der Unterkünfte der Novizenschüler in Hingurakgoda. Weitere Projekte, die wir unterstützen – wie unser
Kindergarten, das Kinderheim und die Frauenbegegnungsstätte – verlaufen ebenfalls zu unserer
Zufriedenheit. Manche Patenkinder, die ihr Abitur erfolgreich absolviert haben, möchten ihre Ausbildung
mit einem Studium im In- oder Ausland fortsetzen. Bevor sie ihr Studium anfangen, benötigen sie allerdings Englisch- und/oder IT-Kenntnisse. Es ist besser, diese in den Hauptstädten wie Gampaha oder Colombo zu erwerben. Deswegen bieten wir diesen Patenkindern unser Haus in der Nähe von Colombo, in Yakkala, als Wohnunterkunft an.


Im letzten Jahr haben wir ein neues Projekt begonnen, bei dem Schulkinder den traditionellen
singhalesischen und indischen Tanz erlernen. Der Tanz ist gut geeignet, um Stress und Handysucht – die
auch bei den Kindern in Sri Lanka ein Thema sind – zu begegnen. Deswegen unterstützen wir eine
Tanzschule. Dort können nicht nur unsere Patenkinder, sondern auch andere Kinder den Tanz erlernen. Es
wäre schön, wenn jemand die Tanzlehrer unterstützen könnte; dann könnten wir unsere Unterstützung im
Umgang mit den psychischen Problemen der Kinder in dieser Richtung weiterentwickeln.


Wir danken Ihnen herzlich für Ihre treue und großzügige Unterstützung. Wir wünschen allen in der Welt viel Glück, Frieden und Gesundheit sowie einen guten Start in den Frühling.


Herzliche Grüße
Mit Metta
Bhante Punnaratana und das Karuna-Team

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